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Hundeschule - Die Rettungshundeschule

Schulung oder Training
Drosselstrasse 21, 63322 Rödermark, Deutschland
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Beschreibung

HERZLICH WILLKOMMEN in der Rettungshundeschule!



Die Rettungshundeschule bildet Flächensuchhunde, Hundeführer und Einsatzhelfer für die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen Gelände aus. Für Rettungshundestaffeln bieten wir Informationsveranstaltungen mit Themen wie z.B. –ffentlichkeitsarbeit, Sponsoring an.



Die Ausbildung findet auf verschiedenen Übungsgeländen statt.

(Dies sind eigene Gelände und teilweise Übungsgelände von Rettungshundestaffeln diverser RH-Organisationen oder -Verbände).



Unsere Veranstaltungen/Praxis-Übungen finden vorwiegend am Wochenende (meistens Samstags/Sonntags) und teiweise unter der Woche statt. Wir führen Tages-, Wochen-, Wochenend-, Intensiv-, Einzel- und Nachttrainings durch.



Die Rettunsghundeschule bietet eine qualitativ hochwertige Ausbildung und orientiert sich an die DIN 13050 und der Prüfungsordnung der KatS-Organisationen.





WARUM RETTUNGSHUNDE ?



Rettungshundearbeit ist kein Hundesport und auch keine Beschäftigungstherapie für den Hund!

Hier handelt es sich um ein sinnvolles und soziales Engagement im Dienste der Menschheit.



Es geht darum, Menschen in einer Notlage zu helfen oder aber auch im schlimmsten Falle Menschenleben zu retten!



Vermisste Personen aufzufinden, die sich in unwegsamen Gelände (im Wald und Feld, Schluchten, dichtem Unterbewuchs, schwer zugänglichen See- und Bachufer, in den Bergen etc.) oder in Trümmerlagen befinden (wie eingestürzte Häuser, beim Zugunglück, im Erdbebengebiet) und nicht mehr selbst in der Lage sind, sich zu orientieren, verletzt sind oder sich aus Ihrer misslichen Lage nicht befreien können.



Wenn ein Hundehalter seinen Hund zum Rettungshund ausbilden möchte, sollte er das nötige Grundwissen haben auf welche Art und Weise ein Hund lernt.

Die Rettungshundearbeit ist eine wunderbare, fesselnde, sehr wichtige und immer wieder aufregende Aufgabe, die stets neue Anforderungen an Mensch und Hund stellt. Wer einmal damit anfängt und dabei bleibt, wird schon fast „süchtig“ danach.



Der Schritt dahin ist nicht leicht und braucht viel Kraft, Zeit, Ausdauer, Geduld, Gesundheit, Idealismus und auch Geld.

Natürlich gibt es auch für den Bereich Rettungshundearbeit in Deutschland eine DIN-Norm.

Der Begriff „Rettungshundeteam“ ist nach DIN 13050 genormt:

Das "Rettungshundeteam" besteht aus Rettungshundeführer und Rettungshund, dessen Aufgabe darin besteht, vermisste oder verschüttete Menschen zu suchen und zu orten. Es verfügt über eine Qualifikation, wie sie der Mitwirkung im Katastrophenschutz entspricht.

Da die Definition nach DIN 13050 sehr allgemein gehalten ist, haben die "Rettungshundeführenden Organisationen" eigene Rettungshundeprüfungen erstellt, um die Qualität der Teams zu gewährleisten.

Warum braucht man Rettungshunde ?



Die Hundenase ist das zuverlässigste Ortungsmittel um menschliche Witterung zu lokalisieren.

Mit seinen über 220 Millionen Riechzellen (im Vergleich: Der Mensch hat nur etwa 5 Millionen Riechzellen in seiner Nase)ist der Vierbeiner in der Lage, menschliche Witterung aus vielen anderen Gerüchen aus großer Entfernung herauszufiltern.

Seine Sehfähigkeit in der Nacht (....die meisten Flächen-Einsätze finden zu dieser Zeit statt) ist hierbei ebenso von großem Vorteil.

Ungünstige Witterungsverhältnisse hindern den Hund nicht daran Personen zu suchen.



Wenn es keine Rettungshunde gäbe die nach vermissten Menschen suchen, würden es Menschen tun (wie z.B. Polizeihundertschaften oder Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera).

Nur benötigt z.B. eine Polizeihundertschaft für einen Sucheinsatz 8x mehr Zeit als ein ausgebildeter Rettungshund.

Dies ist im Sinne von „Menschenleben retten“ und dem Faktor Zeit, der eine wichtige Rolle hierbei spielt, nicht gerade förderlich.

Es würde wertvolle Zeit unnütz vergeudet und die vermisste(n) Person(en) dies eventuell, je nach Witterungsverhältnissen und Verletzungsgrad, nicht überleben.

Ich betone dies, weil es in der Praxis heute immer noch sehr oft vorkommt, das die Polizei bei Meldung einer vermissten Person nicht unmittelbar Rettungshundestaffeln alarmiert und wertvolle Zeit verstreichen lässt. Auch wenn diese vorab mit Polizeihubschrauber und Wärmebildkamera sucht.

Bis eine Rettungshundestaffel nach Alarmierung am Einsatzort eintrifft und mit der Suche beginnen kann, vergeht minimum 60-90 Minuten Zeit (Eintreffen am Einsatzort, Abstimmung mit Einsatzleitung, Erstellen Kartenmaterial, informieren des Rettungshundeteams, Vorbereiten Suchteam).

Kann das jeder lernen ?



Der Mensch sollte wissen, was Rettungshundearbeit bedeutet. Es kann jung und alt, Frau und Mann. Die Person sollte gesund, belastbar, geländegängig, körperlich und geistig fit sein.

Wer dies also tun möchte, sollte wissen:

- es wird ca. 2 x wöchentlich trainiert

- die meisten Rettungshundestaffeln trainieren oft am Wochenende auswärts bei befreundeten Staffeln und Organisationen um Hund und Mensch neue Suchgebiete und Trainings-Situationen zu ermöglichen

- der Mensch hat viel Theorie zu pauken und praktisch zu Üben (siehe Ausbildungsthemen)

- Ohne Prüfungen in den Einsatz gehen, geht gar nicht – und diese sind i.d.R. jährlich zu wiederholen

- das Einsatz-/Übungsgepäck und die Materialien sind vorwiegend privat zu kaufen, ist ja eine ehrenamtliche Tätigkeit

- Disziplin ist Voraussetzung um in einem erfolgreichen Team mitzuwirken

- in Einsatzfällen sollte der Arbeitgeber einem die Möglichkeit zum Entfernen des Arbeitsortes gewähren

- Rettungshundearbeit besteht nicht nur aus Übungsveranstaltungen, sondern auch aus unvorhersehbaren Rettungshundeeinsätzen am Wochenende, an Feiertagen, bei strömendem Regen, bei eisiger Kälte und natürlich auch im Dunkeln bei Nacht.

Wo kann man Rettungshundearbeit lernen ?



Die Zugehörigkeit zu einem Verein, Rettungshundeverband oder einer Katastrophenschutz-Organisation ist in der Regel erforderlich.

Hier gibt es unter anderem die Katastrophenschutz-Organisationen (DRK, BRK, ASB, JUH, MALTESER, FEUERWEHR, THW usw.), den Bundesverband Rettungshunde (BRH), den Deutschen Rettungshundeverein (DRV), die FREIEN RETTUNGSHUNDESTAFFELN, der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), den Schäferhundeverein (DSV) u.v.m.

Wie läuft so eine Ausbildung ab ?



Eine Rettungshundeausbildung bedeutet nicht zwangsläufig, das ein Rettungshund ausgebildet wird.

Hat man keinen Hund gibt es trotzdem interessante Aufgabengebiete wie z.B. die Funktion als Einsatzhelfer der für das Funken und die Orientierung des Rettungshunde-Teams im Einsatz, sowie des Kontakts zur Einsatzleitung der Rettungshundestaffel zugeteilt wird, oder wer Verantwortung übernehmen möchte, bildet sich in der Funktion als Zug- oder Gruppenführer innerhalb der Rettungshundestaffel aus.

Rettungshundestaffeln bieten Schnuppertage, Schnupper-Wochenenden, Schnupperwochen oder Schnupper-Trainingseinheiten an, die je nach Organisation kostenpflichtig sein können. Hier wird den Teilnehmern die Rettungshundearbeit näher gebracht und es zeigt sich, wer sich für welche Aufgabe eignet oder aber nicht eignet. Der Hundeführer stellt fest, ob sich sein Hund für die Rettungshundearbeit eignet. Allgemein erhält man einen Einblick in die erforderlichen Ausbildungsinhalte wie Funken, Orientierung im Gelände, Flächensuche, Einsatzablauf, Suchtaktiken, Gefahren im Einsatz, Erste Hilfe Hund und Mensch u.v.m.

Übungseinheiten finden normalerweise 2 x wöchentlich statt. An Wochenenden finden zusätzliche Übungseinheiten auf fremden Geländen befreundeter Staffeln oder diverser Katastrophenschutz-Organisationen statt.

Gehorsamsübungen für den Hund, werden im privaten Umfeld nach Anleitung im Übungsbetrieb trainiert.

Für die Geländegängigkeit wird Gerätearbeit (z.B. Laufen auf der Leiter, Laufen auf unbequemen Material, Laufen auf einer Wippe etc.) trainiert.

Da es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, werden sehr oft an Wochenenden oder Feiertagen Sonderveranstaltungen durchgeführt um Spenden zu erhalten und Sponsoren zu finden.

Wie teuer ist eine Ausbildung ?



Je nach dem, bei welcher Organisation man eine Rettungshundeausbildung durchführt, werden Ausstattung und Materialien teilweise kostenlos zur Verfügung gestellt. Normalerweise sind das Kosten die man selbst trägt. Hierzu gehören z.B. Einsatzkleidung, Übungskleidung, Helm, Schuhe, Rucksack, Stirnlampe, Taschenlampe, Kompass, Rettungsdecke für den Hund, Blinkis, Schreibmaterial, 1.Hilfe-Sets, Seminarkosten, Fahrtkosten zu den Übungen, Teilnahme an Workshops u.v.m.

Wie lange dauert eine Ausbildung ?



Die Rettungshundeausbildung dauert ca. 1 ½ bis 2 Jahre bevor die Einsatzfähigkeit durch Ablegen der erforderlichen Prüfungen erreicht wird. Hat man eine Rettungshundeprüfung gemäß Prüfungsordnung des zugehörigen Verbandes erfolgreich abgelegt, wird oft die Einsatzfähigkeit des Rettungshunde-Teams innerhalb der Rettungshundestaffeln noch einmal gesondert geprüft bevor man in die Einsatzliste aufgenommen wird.