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Hundeschule - pfotencoach

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Beschreibung

Über die Sprache des Hundes



Das kennen wir alle:

Einen Hund, der nicht gehorcht. Und den mehr oder weniger verzweifelten Hundebesitzer, der sich fragt, warum das wohl so ist.



Dabei ist die Antwort ganz einfach: Der Hund spricht eine andere Sprache als wir.

Er kommuniziert über die Körpersprache und wir Menschen gebrauchen die verbale

Kommunikation.

Während wir, typisch Mensch, davon ausgehen, dass der Hund schon versteht, was wir meinen ( üben wir doch jeden Tag die Kommandos Sitz, Platz und komm und gehen einmal die Woche auf den Hundeübungsplatz), versucht der Hund, aus unseren Worten- unsere Stimmungslage-, aus unserer Mimik und Gestik und aus unseren Gerüchen unsere Kommunikationsgrundlagen zu entschlüsseln.



Und das ist für ihn nicht einfach, weil wir Menschen aus seiner Sicht meistens unberechenbar sind.



Mal wird der Hund trotz Verletzung einer Regel noch belohnt, weil Frauchen gerade guter Laune ist, und beim nächsten Mal gibt es für das gleiche Vergehen tüchtig Schimpfe.



Aussagen wie: „der hat ein schlechtes Gewissen, der weiß genau, was er gemacht hat.“ Oder ebenso wie: dein Hund verarscht dich, der weiß, was er soll, der will nur nicht.“ verdeutlichen, was hier geschieht.



Der Mensch vermenschlicht seinen Hund.

Um eine harmonische Mensch-Hund-Beziehung zu erhalten, müssen wir Menschen uns in der Kommunikation auch auf den Hund einstellen.



Es geht nicht darum, dass der Hund lernt, unsere Wünsche zu verstehen und unsere Befehle zu befolgen.



Nur wenn wir auch verstehen, seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen, seine Körpersprache wirklich zu verstehen, ist es möglich, ihm verständlich in Ruhe zu vermitteln, was wir von ihm erwarten.



Das heißt, dass wir Menschen lernen müssen, was aus der Sicht des Hundes gerade vor sich geht. Hundehalter benötigen Hintergrundwissen, wie Hunde sich untereinander verständigen.



Das bedeutet aber nicht, dass der Hund anti-autoritär erzogen wird und er innerhalb seiner Familie tun und lassen kann, was er will.



Hunde brauchen, wie alle in einer Gemeinschaft lebenden Individuen klare Regeln, aber unter kameradschaftlicher und liebevoller Führung; -



ohne Gewaltanwendung wie Leinenruck, Ketten- oder Stachelhalsbänder, Rumbrüllen, im Nacken schütteln und ständigen Unterwerfungsübungen!





Seine rassetypischen Eigenschaften sowie seine persönlichen Eigenarten müssen dabei berücksichtigt werden.



Das bedeutet auch, dass ein Jagdhund jagen oder ein Hütehund hüten darf. (wer berücksichtigt das beim Hundekauf und vor allem beim Hundeverkauf?)



Je konsequenter, fairer und ruhiger wir mit dem Hund umgehen, desto besser wird er verstehen, dass es die Aufgabe seines Partners Mensch ist, die Führung zu haben.



Aber was tut der Mensch mit dem Hund, der schon einige Male zugebissen hat? So lange prügeln, bis er aufgibt? Damit soll das Problem gelöst sein? Und wenn nicht, dann wird er als nicht erziehbar eingeschläfert? Bedeutet das nicht, dass wir Menschen unbegrenzt Gewalt ausüben dürfen, und das Tier mit seinem Leben bezahlt, wenn es das auch tut?



Um eine dauerhafte Verhaltensänderung zu erreichen, ist jegliche Gewaltausübung absolut ungeeignet. Gewalt führt zu Angst, Misstrauen und Flucht.



Wie also genau funktioniert das, mit dem Verstehen, dem Gehorsam und dem Vertrauen?



Leider ist es nicht einfach, es ist ganz schön kompliziert.



Gehen wir noch mal zurück zum Anfang:

Der Hund in der Familie (oder Mensch-Hund Gemeinschaft) versucht, unsere Kommunikationsgrundlagen zu entschlüsseln.



Das heißt nichts anderes, dass er „hundsprachlich“ uns unentwegt beobachtet. Jede Bewegung von uns in Zusammenhang mit unserem Geruch und unserer Tonlage wird registriert.



Er weiß, wann wir gut oder schlecht drauf sind und stellt sich darauf ein.



Sind wir gut drauf, weiß auch ganz genau, die Vorteile für sich zu nutzen.

Wer kennt den Blick dieser unglaublich treuen, braven, verhungernden Augen am Mittagstisch nicht? Und wenn der Mensch hier widerstehen kann, neigt der Hund den Kopf ca. um 22 Grad zur Seite und wir schmelzen dahin.



Sind wir schlecht drauf (meistens gekennzeichnet mit unkontrollierter Gestik in Verbindung mit Zornesröte und erhobener Tonlage) reagiert er mit Demut oder Flucht.





Eigentlich will der Mensch doch seinem Hund nur das Beste. Er wird täglich mit dem besten Futter versorgt, bekommt seine Mahlzeiten zu festen Zeiten, die jährliche Impfung wird genau eingehalten, seine Schlafplätze sind stets sauber und der Hund wird regelmäßig gebürstet.



Die materielle Versorgung ist perfekt, aber leider hat der Tag zu wenig Stunden. Bedingt durch Familie, Kinder oder berufliche Anspannung kommt der Hund bisweilen zu kurz und natürlich plagt da das schlechte Gewissen, man räumt dem Hund die eine oder andere Freiheit jetzt einfach mal ein.



Doch Hunde kennen keine menschlichen Wertvorstellungen, auch ist ihnen unsere Demokratie als Staatsform fremd.



Und da war sie wieder, die Vermenschlichung.



Versuchen Sie, wie ein Hund zu denken. Natürlich weiß Ihr Hund, dass Sie nie einer werden, aber Sie versuchen Sie es.

Wir helfen Ihnen dabei